März 25

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Investieren in der Krise, diese 7 Dinge solltest du jetzt beachten, um dein Geld zu retten

By Christian

März 25, 2022


Viele Menschen sind unsicher und treffen Entscheidungen häufig emotional. Uns wurde nie gezeigt, wie wir uns in solchen Zeiten verhalten sollen. Wir wissen häufig ja nicht mal, wie wir uns in guten Zeiten mit unserem Geld verhalten sollen. Wie soll das jetzt denn besser laufen? Willst du endlich mehr Klarheit für deine Entscheidungen und wieder ruhig schlafen können? Dann wird dir dieser Artikel auf jeden Fall dabei helfen. Investieren in der Krise: So gehts!

Was ist jetzt zu beachten?

In der aktuellen Zeit wird es immer schwerer, gute Entscheidungen zu treffen. Auf dem Weg dahin gibt es viele Herausforderungen und Stolpersteine. Investieren in der Krise wird nicht einfacher.

Pandemie, Krieg, Inflation ... die Welt kommt einfach nicht zur Ruhe und vielleicht fragst du dich auch, was du jetzt tun kannst. Wie erhalte ich mein hart verdientes Geld? Was muss ich tun, um die teuersten Fehler zu vermeiden? Gibt es vielleicht auch Chancen in der aktuellen Situation?

Zu all diesen Fragen hat ein erfahrener Investor, zumindest für seine Situation, erstmal Antworten. Diese Antworten sind nicht für jede Person dieselben. Auch zwei top Investoren wie Warren Buffett und Ray Dalio können hier unterschiedlicher Auffassung sein. 

Hinweis: Wie sagt man so schön, viele Wege führen nach Rom. Es gibt also nicht nur einen Weg. Top Investoren wie Dalio und Simons verfolgen komplett andere Strategien und sind beide enorm erfolgreich. Mit diesem Artikel erhältst du aber das notwendige Wissen, um deinen eigenen Weg zu finden. Wenn noch Sachen unklar sind, melde dich gerne bei mir.

Oft gibt es kein richtig oder falsch. Erst recht bei Finanzen und Investment sind es individuelle Nuancen und Entscheidungen.

Was kannst du tun...? Darum soll es heute in dem Artikel gehen. Ich stelle dir die wichtigsten Regeln vor.

Viele Menschen beeinflusst hier konkret: Unsicherheit und die eigenen Emotionen.

Deine Gegner: Unsicherheit und Emotionen

In der Krise Emotionen beherrschen

Stell‘ dir mal vor du investierst dein hart erarbeitetes Geld in eine Aktie, bei dem du nicht ganz 100% sicher bist, wie das funktioniert und wie es sich in schlechten Zeiten verhalten wird? Du investierst dann einen Betrag, der dir durchaus wehtun würde, wenn er weg wäre. Nun verstreicht etwas Zeit und durch externe Faktoren, wie beispielsweise eine politische Entscheidung, sinkt der Preis um 10% unter dem, was du investiert hast. Was würde dann in dir vorgehen?

Was würde passieren, wenn es 20% sinkt?

Was bei 40%? 60%? 90%?

Wird dir jetzt schon wärmer, wenn du daran denkst?

Um hier mal Licht ins Dunkel zu bringen, es geht konkret darum, deine Unsicherheit zu erkennen und deine Emotionen in den Griff zu bekommen.

Was passiert als Nächstes? – Die Unsicherheit

Woher kommt Unsicherheit eigentlich? Bei dem Beispiel von vorher ist die Unsicherheit, der Teil, wo es darum geht, wie gut du dich mit dem jeweiligen Thema auskennst. Oder wie oft du etwas schon gemacht hast, also deine Erfahrung. 

Du kennst es sicher auch, du fängst ein neues Hobby an oder arbeitest dich in ein neues Thema ein. Am Anfang ist das noch sehr mühsam und an vielen Stellen verspürst du deutlich diese Unsicherheit.

Erinnerst du dich an deine erste Autofahrt? Mittlerweile geht es von fast von alleine.

Nach und nach und mit mehr und mehr Übung, also je öfter du mit dem Auto fährst, wirst du besser und deine Selbstsicherheit steigt. Bis du irgendwann wie von selbst in dem Auto sitzt oder ein neues Tool bedienst, was vorher undenkbar war.

Halten wir mal fest: Je mehr du dich mit einem Thema befasst, je klarer wird es und je sicherer wirst du im Umgang damit.

Am Anfang als ich vor ein paar Jahren startete, wusste ich nicht mal wie man eine Aktie kauft, geschweige denn eine Immobilie. Mir war natürlich auch völlig unklar, wie solche Investment Vehikel überhaupt funktionieren. Wie sollte ich mich überhaupt verhalten, falls es mal Probleme am Markt geben wird?

Von all‘ dem hatte ich keinen Schimmer. Die gute Nachricht für dich: Auch ich hab es geschafft zu lernen und fühle mich mittlerweile so sicher damit, dass mich selbst ein Sturm auf dem Fahrrad nicht erschüttern könnte.

Durch meine aktuell 17 Immobilien, 6-stelligem Aktien und 6-stelligem Kryptowährungen Portfolio durfte ich auf dem Weg dahin viel lernen. Selbstverständlich musste ich auch lernen wie investieren in der Krise funktioniert.

Übung macht den Meister, das trifft auf Investieren genau so zu, wie auf Fahrrad fahren und alle anderen Fähigkeiten. 

Wie ich diese Unsicherheit besiegt habe? Lies gern weiter, um das zu erfahren.

Emotionen machen dir ein Strich durch die Rechnung?

Menschliche Emotionen sind schwer abzustellen. Jedoch kann man für schwierige Situationen wie Krisen und Kriege einen Plan entwickeln, dazu später mehr.

In unserem Beispiel ist ja die Frage, was tust DU, falls der Preis eines Wirtschaftsgutes, beispielsweise einer Aktie, fällt. Oder der Markt komplett einbricht. 

Das Thema Emotionen hat einen extrem großen Anteil an Fehlentscheidungen im Bereich Finanzen. Warum ist das so?

Kommt zur Unsicherheit nun noch fehlende Erfahrung und ein einprasseln von diversen Medien, Personen und Falschmeldungen, so ist das Chaos perfekt. Wenn du hier nicht den Durchblick behältst und „cool bleibst“, wird es extrem schwierig, langfristig finanziellen Erfolg mit dem Investieren zu haben.

Du wirst unqualifizierte „Schnellschuss-Entscheidungen“ treffen und wie ein Fähnchen im Wind dich, statt von Zahlen, Daten und Fakten leiten zu lassen, aus dem Bauch heraus entscheiden. Und glaub mir, solang du nicht schon jahrelange Erfahrung hast und diverse (gute) Entscheidungen auf Basis von Messbarem getroffen hast, wird das nicht zu dem Ergebnis führen, was du anstrebst.

Das Gute daran: Das ist (sehr schnell) erlernbar, wenn man die richtigen Dinge tut und natürlich auch umsetzt. 

Was passiert nun, wenn du neben der Unsicherheit und deinen schwer kontrollierbaren Emotionen, auch noch fiese Dritte dazu kommen?

Medien, News und anderer Menschen Agenden

Dass andere Menschen nicht unbedingt immer dein Bestes im Sinn haben, ist dir sicher relativ klar. Leider ist das im „Geld Bereich“ noch etwas extremer. 

Stell dir nun nochmal vor, du rasselst mit deiner Unsicherheit beim Investieren in eine ohnehin schon emotional schwer tragbare Situation, indem der Markt um 30% einbricht. Nun kommt erschwerend hinzu, dass in (fast) allen Medien, Nachrichten und auch dein Hausmeister dir diese schlechte Situation noch permanent mit aufs Brot schmieren.

Was meinst du, wie gut deine nächste Entscheidung ausfallen wird, wenn du nicht weißt wie du diese externen Informationen und Meinungen bewerten kannst?

Irgendwann wird auch der letzte schwach, wenn noch der dritte Kumpel oder das doch so seriöse Magazin den Untergang der Welt prophezeit. 

Wie oft ich mir in den letzten 5-6 Jahren anhören musste: „Tja siehst Christian, das haste nun davon mit deinem Bitcoin und Kryptowährungen. War wohl doch ein Griff ins Klo, weil demnächst sind die nicht mehr da:“

Spoiler Alert: Diese Personen habe ich mir mittlerweile zu Nutze gemacht, denn das sind gute Einstiegssignale für mich. 

Sind Kryptowährungen tot? Ist die heraufbeschworene Immobilienblase denn schon geplatzt?  Sind Aktien viel zu teuer? Für mich zumindest nicht.

Hier kommt es ganz stark auf das individuelle Ziel und den dazugehörigen Zeithorizont an. Wenn du 30 bist und gut verdienst, verfolgst du höchstwahrscheinlich andere Ziele, als ein 55-Jähriger der bald in Rente will.

Zeithorizont und Ziel in Relation setzen

Früher war ich häufig unsicher und regelrecht paralysiert von den eben beschriebenen Herausforderungen. Vielleicht erkennst du dich hier wieder? Oft hat sich das in „aktivem/lernendem Prokrastinieren“ geäußert.

Was das ist? 

Das ist dir sicher schon mal passiert. Du weißt eigentlich alles, was es zu wissen gibt, zu einem Thema. Hast Bücher gelesen und dich gut vorbereitet. Du wirst aber weiterhin von dem Gedanken geplagt, dass der nächste Schritt nicht klar ist. Oft ist dir das gar nicht wirklich bewusst. Symptom davon ist: Du liest weiter und bildest dich fort, anstatt mal erste Dinge umzusetzen und davon echte Erfahrungen zu sammeln. Nicht immer nur neues theoretisches Wissen.

Dazu kommt, ich wusste nicht wie ich Medien und diverse Aussagen einschätzen sollte. Hatte für mich keine Benchmark wem oder was ich jetzt Glauben schenken soll.

Unruhiger Schlaf wegen Planlosigkeit. Keine wirkliche Klarheit.

Unklarheit blockiert Umsetzungsfähigkeit. Immer.

Als ich angefangen habe den Zeithorizont und meine Ziele in Relation zu setzen, wurde viel klarer, wie ich generell damit umgehen muss.

Ich habe mir eine Strategie überlegt und angefangen, mir diese viel häufiger vor Augen zu führen und zu reflektieren. Hast du das auch schon mal versucht?

Was passiert sobald du Zeit und Ziel bei diesen Entscheidungen mit den einprasselnde Informationen verbindest? Es wird deutlich einfacher einem klaren Kurs zu folgen.

Langfristiges Investieren hebelt viele der kurzfristigen Schocks und Nachteile aus. Ein Beweis dafür ist der Aktienmarkt. Bis auf wenige Ausnahmen sind die Kurse über die Zeit immer höher gestiegen. Ein Aktienindex wie der „All World Index“ (ACWI) kann das konkret über die letzten 10, 25 oder mehr Jahre bestätigen.

Weiterhin helfen dir dabei die folgenden 7 Grundregeln für sicheres Anlegen deines Geldes, vor allem in Krisenzeiten wie jetzt.

Diese 7 Dinge, helfen dir durch jede Krise

Für diesen Artikel habe ich 7 essentielle Punkte herauskristallisiert, die dich jetzt im aktuellen Marktumfeld unterstützen, bessere Entscheidungen zu treffen. Damit wirst du auf jeden Fall langfristig erfolgreicher investieren. Selbstverständlich gibt es weitere Grundregeln des Investierens, gerade für Unternehmer und Selbstständige, zu beachten. Daher schreibe ich derzeit ein Buch dazu, wo du konkret und nur die wichtigsten Faktoren mitbekommst. Das wird dir dabei helfen zu einem besseren Investor zu werden. Falls du jetzt schonmal zum Buch möchtest, findest du das hier: https://www.unendlichwochenende.de/buch/ 

Korrekturen und Krisen

Wusstest du, dass Korrekturen statistisch alle 2-3 Jahre auftreten? Und Krisen alle 5-7 Jahre? Allein dieses Wissen der „Sicherheit zur Unsicherheit“ hat mir extrem geholfen beim Investieren in der Krise.

Die Wirtschaft funktioniert immer in Zyklen bzw. Phasen. Von diesen eben genannten Zeiträumen, kommen auch die häufigen Aussagen, dass man bei Aktienanlagen mindestens mal auf 7 Jahre investieren sollte. Warum? Weil rein statistisch gesehen dann eine Krise durchgestanden ist und du somit relativ sicher mit Gewinn rausgehen solltest. Natürlich Gesetz dem Fall, du investierst nicht in irgendwelchen Müll. 

Hast du diese Punkte einmal verinnerlicht, dann lassen sich solche Zeiten viel einfacher durchstehen. Denn statistisch belegbar sind Aktienkurse und Vermögenswerte, historisch nachweisbar, immer gestiegen.

Und ja natürlich, in den letzten Jahren spinnt die Statistik hier etwas. Diese Abweichung ist aber vom Staat und den Zentralbanken so heraufbeschworen. Dazu später mehr.

Heißt auf gut Deutsch: Wenn du genug Zeit mitbringst, kannst du nur gewinnen. Wie wir beim nächsten wichtigen Punkt sehen.

Kurzfristige Belohnung vs. langfristiger Erfolg

langfristig handeln und denken und das ziel schneller erreichen

Wenn du schnell reich werden willst, dann bist du bei mir ja sowieso mal grundlegend falsch. Dann solltest du vermutlich lieber zu dem „hocherfahrenen“ 20-jährigen gehen, der vorm geleasten Lambo steht. 

„Langfristig“ bedeutet natürlich im Umkehrschluss aber auch nicht, dass du erst reich werden kannst, wenn du alt und grau bist. Da gibt es in der Tat noch einen sehr guten und seriös erreichbaren Bereich dazwischen.

Hier reden wir von wenigen Jahren. Aber eben nicht Wochen und Monaten. Das sollte dir eben bewusst sein. 

Dazu gehört eben auch, mal kurzfristigen Verzicht auszuhalten, um langfristig massiv besser dastehen zu können. Nein, du musst nicht mit Mönchskutte ins Kloster ziehen. Aber auch nicht all‘ dein Geld mutwillig raushauen oder kurzfristig motivierte Entscheidungen treffen. 

Ja dazu gehört ein wenig Disziplin, wenn du aber den Cost-Average-Effekt und den Zinseszins-Effekt wirklich verstanden hast, dann sollte dir das eigentlich nicht schwerfallen.

Ich frage mich vor jeder größeren Ausgabe (Konsum!): Wären diese 200€ nicht besser angelegt, wenn ich sie langfristig investiere und daraus 1000€ mache?

Ein Mentoring Kunde hat mit mir dazu den Begriff „Spargier“ geprägt, den ich ganz passend finde.

In Krisen neigen viele unerfahrene Menschen dazu, Entscheidungen zu treffen die kurzfristig gut erscheinen können. Oft stellt sich heraus, dass es leider keine solchen waren. Market Timing, also das gezielte Versuchen zu besseren Zeitpunkten zu kaufen um den Markt zu schlagen, gehört da definitiv dazu.

Hast du also genug Zeit mit im Gepäck, kannst du solch‘ schlechte Zeiten getrost aussitzen. So kannst du deine Emotionen besser im Zaum halten und profitierst mit langfristigen Gewinnen massiv gegenüber all jenen, die keine Geduld mitbringen. Ein Beispiel hier ist wieder der liebe Herr Buffet. Er ist einfach nur berühmt geworden, weil er seit 70 Jahren das Gleiche tut und ewig durchgehalten hat. Wäre er mit 60 in Rente, hätte niemand je von ihm gehört.

Wenn du dazu noch den Punkt aus dem nächsten Kapitel beachtest, dann wirst du quasi unverwundbar.

„Krisen sind nur dornige Chancen“

Man mag von Christian Lindner (FDP) halten was man will, aber dieser Spruch aus der Überschrift von ihm, trifft es ziemlich gut.

Mittlerweile freue ich mich, falls der Markt mal einbricht. Warum? Weil ich dann zum Discount Preis einkaufen kann.

Was bringt es mir, wenn die Kurse bzw. Kaufpreise nur am Steigen sind? 

Ich kaufe lieber Badehosen im Winter. 

Oder Bitcoin, wenn keiner mehr darüber spricht und dich für verrückt erklärt, wenn du den jetzt noch hältst, geschweige denn kaufst. Hättest du 2018/19 Bitcoin gekauft, wo alle ihn für tot gehalten haben, dann hättest du bis heute schon wieder mindestens 10-fache Rendite gemacht. Und wir sind ja wieder in einer „schweren Zeit“ Teilwiese und kurzfristig.

Das kannst du natürlich nur, wenn du weißt, wohin die Reise geht. Wenn du ganz genau weißt, dass alle Jahre wieder eine Krise kommt. In der Zeit deine gekauften Anteile zwar erstmal weniger Wert sind, aber du neue Anteile nun günstiger bekommst. Du nun vielleicht sogar etwas Cash auf der Seite geparkt hast und jetzt noch zusätzliches Kapital platzieren kannst.

Viele Wohlhabende werden genau in solchen schweren Zeiten gemacht. Klar bürgt es in dem letzten Fall auch ein gewisses Risiko. Du weißt nicht, ob schon der Tiefpunkt erreicht ist und du vielleicht ins sogenannte fallende Messer greifst. 

Aber selbst wenn du nur 2019 durchgängig bis zur Corona Krise investiert hättest. Dann die ca. 50% Kursverfall durchgesessen hättest. So wäre der Altstand nach wenigen Wochen wieder erreicht gewesen und du hättest bis Jahresende 2020 wieder massive Gewinne eingefahren.

Wie du diese Zeit durchstehst, wenn dein Portfolio vielleicht mal kurzfristig im Minus ist? Dafür hilft dir der Gedanken zur Realisierung von Gewinnen und Verlusten im nächsten Punkt.

Realisierte und unrealisierte Gewinne und Verluste

Für diesen Gedanken solltest du erst verstehen und verinnerlichen, was der Unterschied zwischen einem Anteil und der Geldsumme die du investiert hast, ist. Die Geldsumme der jeweiligen Position, beispielsweise bei Aktien, schwankt permanent. Sie kann ins Minus oder ins Plus gehen. Deine Anteile bleiben, bis auf wenige Ausnahmen, die hier keine Rolle spielen, immer gleich. 

Im Umkehrschluss heißt das, du verlierst und gewinnst erstmal gar nichts, solange du keine Transaktion ausführst. Also verkaufst oder kaufst. Deine im Winter gekaufte Badehose ist im Sommer nun im Preis vermutlich gestiegen. Einfach weil die Nachfrage steigt. Solange du aber deine Badehose behältst, ändert sich ja nichts an der Tatsache, dass du sie weiterhin hältst. 

Ähnlich verhält es sich mit Anteilen am Aktienmarkt, Kryptowährungen oder Immobilien. Gewinne und Verluste machst du erst, wenn du kaufst oder verkaufst. Das wiederum bedeutet, solange du deine Aktie oder dein Bitcoin behältst, kann dir total egal sein, wie der Preis gerade steht. Wie viel theoretischen Verlust oder Gewinn du in dem Moment hast. 

Und dann spielt uns der Zeithorizont wieder in die Karten. Wenn du dann einfach abwartest und während des Wartens sogar neue Anteile viel günstiger kaufen kannst, dann spielt der Markt und die Zeit in der Regel für dich. Das mag ich auch so an Immobilien. Viele denken, das sei ein Nachteil. Immobilien zwingen dich gerade dazu zu Halten und zum Sparen. Denn wenn du nicht gerade ein Fix und Flip Profi bist, dann verkaufst du deine Immobilie nicht einfach mal so wegen eines emotionalen Überfalls. Klar im Notfall ist das möglich, aber oft bekommst du die Preisschwankungen, die in anderen Märkten dich zum ängstlichen Verkauf führen würden, gar nicht mit. Ach ja und außerdem sparst du Geld so zwangsweise, bzw. dein Mieter tut das für dich. Sehr praktisch oder?

Wenn du es jetzt noch schaffst, ohne Glaskugel-Lesen und Market Timing antizyklisch zu investieren, dann bist du auf dem besten Wege dir langfristen und nachhaltigen Wohlstand aufzubauen. Antizyklisch bedeutet in dem Fall, du investierst in schlechteren Zeiten mehr und hältst dich in „zu guten“ Zeiten etwas zurück.

Antizyklisch investieren zum Wohlstandsaufbau

Warren Buffett, einer der erfahrensten und erfolgreichsten Investoren unserer Zeit, hält sich oft an folgendes Zitat: „Buy when there’s blood in the street“. („Kaufe wenn die Straßen voller Blut sind.“)

Das bedeutet, einer der besten Zeitpunkte sein Portfolio zu vergrößern ist, wenn die Medien permanent schlechte Nachrichten raushauen und dir täglich Geschichten von „Pleiten, Pech und Pannen“ zugetragen werden.

Damit meine ich nicht zwangsweise Market Timing, denn das kann ohne nötige Erfahrung auch gern mal nach hinten losgehen. Mir geht es darum, dass du die nötigen Eierstöcke, also Mut, mitbringst, deine Sparraten und Investitionen gerade auch in schlechten Zeiten durchzuhalten. Heißt: Nicht nur dein Geld bei 50% Absturz drin zu lassen, weil wie wir gelernt haben, hast du ja keine echten Verluste gemacht. Sondern auch an deinem Plan, deinen Sparraten und deinen neuen Investitionen festzuhalten. 

Was denkst du, wie schwierig es für mich war, als alle das Ende von Bitcoin und Kryptowährungen heraufbeschworen haben, nochmal bzw. weiter nachzukaufen? Der Preis war erst von ca. 20.000€/Bitcoin auf 8.000€ gefallen um dann wenige Wochen später auf unter 3000€ zu fallen. Falls du das jetzt liest und dir denkst: „Krass mega, da hätte ich auch gern gekauft! Du Glückspilz!“ 

Genau das wird, vermute ich nicht der Fall gewesen sein, zumindest nicht unter diesen Umständen. Ich hatte relativ viel Geld bei Preisen zwischen 2500€ und 4000€ in Bitcoin und andere Kryptowährungen wie Ethereum investiert. Mich dann gefreut wie ein Kind im Bällebad als der Preis plötzlich bei 20.000€ stand. Somit hatte ich mein Geld theoretisch teils fast verzehnfacht. Nur um dann zu sehen, wie es komplett einbricht. Habe ich verkauft? Nein. 

Ärger ich mich darüber? Mittlerweile nicht mehr, da wir ja wissen, wo die Reise hinging und weiter hingeht. 

Ich habe sogar nachgekauft. Und glaub mir, das war damals schwerer, als man denkt. Retrospektiv, mit gewissem Abstand und dem jetzigen Wissen kann man da vielleicht leichtfertig sagen: „Na klar kaufst du da nach!“

Wenn das so einfach wäre, wieso machen es denn nur so wenige? Solche Situationen sind aber die, die wirklichen Vermögenszuwachs ausmachen.

Wenn du im Cost-Average-Effekt Modus kaufst und merkst, deine Anteile sind nun stark im Preis gesunken, warum nicht zusätzlich kaufen? 

Genauso zukünftige Trend Themen in schlechten Zeiten kaufen. Wenn du dann in den schlechten Zeiten sogar noch Cashflow erzeugen kannst, dann ist das natürlich umso besser. Bei Kryptowährungen gibt es da sehr viele Möglichkeiten mit Staking, Lending, Liquidity Mining und vielem mehr. Bei Immobilien hast du das natürlich schon inklusive. 

Gerade am Anfang und in der Lernphase kann es aber sinnvoller sein sich das mit diesem Wissen erstmal von der Seitenlinie anzuschauen. So verbrennst du dir nicht die Hände. Versuche, zu beobachten, was der Markt tut, welche Nachrichten die Runde machen und wie deine eigenen Emotionen sich entwickeln. Denn oft ist nichts tun besser, als emotionale Entscheidungen zu machen.

Nichts tun ist besser als emotional zu entscheiden

Nichts tun besser als emotional entscheiden

Jedem guten Investor ist klar, dass er nicht in etwas investiert, was er nicht zu 100% versteht. Das bedeutet nicht, dass ich in jedes Detail abtauchen und jede Eventualität vorplanen muss. Aber es sollte klar sein, wie ein Investment aufgebaut ist, wo der Hebel ist und worauf zu achten ist. 

Gleiches gilt für einzelne Kaufentscheidungen. Wenn du nicht zu 100% sicher bist und gerade das Risiko nicht gut genug einschätzen kannst, dann ist es oft besser, einfach nichts zu tun. Viele top Investoren treffen oft nur sehr wenige Entscheidungen im Jahr. Lieber wenige sehr qualifizierte, als viele mittelmäßige oder gar emotionale Entscheidungen, welche durch Gier, Angst oder anderen Effekten geprägt sind.

Ich glaube da, gibt es sogar ein Zitat von Jesse Livermore. Er hat wohl mal Folgendes gesagt: „Das meiste Geld an der Börse habe ich durch nichts tun verdient.“

Ich vergleiche das gerne mit meinem Kaktus, den ich als Kind hatte. Das war alles super spannend. Ich hatte etwas, wofür ich nun verantwortlich war. Ich kümmerte mich täglich um diesen Kaktus, denn irgendwas musste ich ja tun mit meinem neuen Schutzbedürftigen. Also goss ich ihn jeden Tag. Finde den Fehler.

Kakteen brauchen in der Regel relativ wenig Wasser. Zu viel davon ist sogar schädlich. Mein blinder Aktionismus hatte mich damals meinen neuen Freund gekostet. Traurig ich weiß, aber auch ein gutes Learning. Lieber wenige und gleichzeitig qualitativ wertvolle Dinge tun, also viele unnötige.

Allerdings solltest du auf ein Thema besonders gut Acht geben, wenn wir uns in Krisen oder gar Kriegszeiten befinden: Die Inflation.

Inflation beachten

Krisen und Kriege, mit denen wir auch aktuell wieder betroffen sind, gehen oft einher mit Inflation. Das Thema Inflation füllt ganze Bücher, daher will ich hier nur ganz kurz auf die wichtigsten Punkte eingehen, die du in diesen Zeiten beachten solltest. Einen extra Artikel und Podcast Folge werde ich dazu sicher auch machen.

Schau in diesen herausfordernden Zeiten daher stets, dass deine Assets auch inflationsgeschützt sind. Oder sogar bei hoher Inflation davon profitieren können.

Bei Immobilien hast du zum Beispiel den Vorteil, dass du immer Vermögensaufbau durch die Tilgung hast und parallel idealerweise Einnahmen, also einen Cashflow, bekommst. Außerdem kannst du in dem Modell massiv Steuervorteile nutzen. Einer der größten Hebel hier ist aber, dass deine Schulden, also dein Kredit, ja auch von der Inflation „betroffen“ ist und somit im Wert sinkt. Langfristig nimmt der Wert deiner Immobilie somit zu, du baust Vermögen und Einnahmen auf und parallel entgegengesetzt nimmt deine Schuldlast ab. Wenn du das einmal verstanden hast, sind solche Zeiten für dich nur noch halb so schlimm zu ertragen, glaub mir.

Außerdem ist es immer gut, Cash/Bargeld für Chancen bereit zu halten. Aber Vorsicht bei zu hoher Inflation oder bei noch schlimmeren Effekten wie Währungsreformen oder Restriktionen bei Bargeld. Da ist es immer gut mit wachem Auge und Weitsicht zu schauen, wie viel da wirklich Sinn macht. In Griechenland 2008 war Bargeld zum Beispiel nicht die beste Idee, schon allein, weil du gar nicht dran gekommen bist als Grieche. Genauso sieht es jetzt für viele Menschen in Russland aus. Lange Schlangen vor den Geldautomaten und begrenzte Mengen, die täglich abgeholt werden können. 

Daher immer gut streuen. Das geht beispielsweise mit Bitcoin und anderen Kryptowährung aber auch Gold und Silber.

All diese 7 Tipps helfen dir hoffentlich, solche und ähnliche turbulente Zeiten sicher durchzustehen. Was kannst du jetzt sofort tun, für einen ruhigeren Schlaf und ein wachsendes Portfolio auch in der Krise?

Das kannst du jetzt sofort tun, um gelassener zu investieren

Das Buch wird deine Unsicherheiten beseitigen und deine Emotionen stärken

Aktuell schreibe ich an einem Buch, dass für Unternehmer und Selbstständige diese und viele weitere Themen aufarbeitet. Ziel ist es, gerade dieser Menschengruppe nur die wirklich essentiellen und wichtigen Themen und Tools an die Hand zu geben, die zur effektiven Umsetzung nötig sind.

Gerade Unternehmer und Selbstständige haben hier besondere Herausforderungen, die damit der Vergangenheit angehören werden. Ich nenne es: das „weniger aber besser“ Portfolio. Dabei werden genau wie in diesem Artikel Schwierigkeiten aufgelöst und weitere goldene Regeln von Investoren in Unternehmerschuhen erläutert. Also die nötigen Grundlagen vermittelt, sowie das Handwerkszeug und eine Schritt für Schritt Anleitung zur einfachen Umsetzung bereitgestellt.

Zum Buch gelangst du hier: https://www.unendlichwochenende.de/buch/

Fazit

Mit dem richtigen Rüstzeug, sind auch schwere Zeiten, gut und einfach zu meistern. Sicheres Investieren und solide Entscheidungen müssen kein Traum sein, genauso wenig, wie du wegen solcher Zeiten schlechte Nächte und Träume haben musst.

Wieder ruhig schlafen und genau wissen, was zu tun ist – Oder wann auch mal nichts zu tun ist. Gute Vorbereitung ist alles und kann dir sogar zusätzliche Chancen und einen Hebel bescheren, um noch schneller Ziele zu erreichen.

Action Steps 

Was kannst du sofort umsetzen?

1. Überprüfe deine Zeithorizonte, die du dir selbst gesetzt hast, für deine Assets(klassen)/Investments in deinem Portfolio.

2. Mache dir einen Maßnahmenplan in Zeiten emotionaler Stärke für Zeiten der emotionalen Schwäche und schwierigem Fahrwasser.

Du möchtest endlich effektiv und sicher dein Geld auch in schlechten Zeiten anlegen?

Dann lege los und nimm deine Zukunft selbst in die Hand. Ich zeige dir, alles was du dafür brauchst und welche Anlagen du wie eingehen kannst. Was du zu tun hast? 

Schreibe mir eine Mail an kontakt@unendlichwochenende.de, um ein Online-Treffen oder ein erstes Telefonat zu vereinbaren. 

Christian

Über den Author

Christian ist Gründer von (un)endlich wochenende und schreibt hier regelmäßig über seine Erfahrungen aus der eigenen Praxis als Unternehmer und Investor. Mehr über Christian findest du hier


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Weißt du nicht wo du starten sollst?

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