Mai 1

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Passt du deine finanzielle Ziele zu häufig an verlierst du Lebensqualität

By Christian

Mai 1, 2022


Passt du nicht auf, kann dich deine finanzielle Zielsetzung dein Leben kosten

„Life moves pretty fast. If you don’t stop and look around once in a while, you could miss it.“ -Ferris Bueller, „Ferris Bueller’s Day Off“

Dieses Zitat stammt aus dem Kult-Film „Ferris macht blau“ (Englisch: Ferris Bueller’s Day Off“. Dort schwänzt der Schüler Ferris Bueller die Schule und erlebt einige lustige Begegnungen. Falls du den Film nicht kennst, gar nicht schlimm. Aber sehr sehenswert da es ein Klassiker ist. An einer Stelle im Film stellt er eben fest: Das Leben läuft sehr schnell. Wenn du nicht ab und zu mal inne hältst und dich umsiehst, dann verpasst du es.

Sicherlich kann man es in vielerlei Hinsicht interpretieren. Wichtig finde ich, dass man in regelmäßigen Abständen sich mal die Zeit nimmt um seine aktuelle Situation und seine Ziele zu reflektieren. Sind es noch die Ziele mit denen ich gestartet bin und die mir persönlich wichtig sind? Habe ich auf meinem Weg vielleicht fälschlicherweise Ziele anderer angenommen? 

Finanzielle Ziele andere sind gut Inspiration, aber…

Das kann sehr schnell passieren und dich auf eine Reise schicken die gar nicht deine eigene ist. Wir werden stetig von unserem Umfeld beeinflusst. Das ist auch ok. Du musst nur für dich entscheiden ob diese Lebenswege auch für dich passen. Nur allzu oft passiert es, dass wir von unserem eigenen Weg sehr stark abkommen. Denken, dass wir auf der richtigen Fährte sind und Dinge für uns tun. Nur um dann festzustellen, dass wir damit gar nicht glücklich sind. Gerade wenn wir zu Vorbildern oder Menschen in unserem Umfeld aufschauen kann das schnell passieren. Ein Freund oder Bekannter erreicht ein Ziel was auf dem ersten Blick sehr attraktiv erscheint. Ohne zu hinterfragen was das für dich und dein Leben bedeutet machst du dich direkt auf den Weg dies auch erreichen zu wollen. Merkst dann vielleicht, dass dir der Weg gar keinen Spaß macht oder wirst sogar unglücklich dabei. Versucht aber durchzuhalten weil das Ziel immer noch so toll erscheint. Und selbst wenn du es dann mit vielen Schmerzen erreichst, merkst du am Ende: Wofür hab ich das jetzt eigentlich gemacht? So toll ist es hier ja jetzt eigentlich gar nicht. Ärgerst dich dass du diesen beschwerlichen Weg überhaupt auf dich genommen hast. Im Zweifel hast du sogar viel Zeit verloren und hättest viel schönere Dinge tun können die dich zu deinem eigentlichen Ziel auch viel entspannter gebracht hätten.

Das kennst du sicherlich auch aus deinen Projekten oder Unternehmen. Auf einem Seminar oder Meetup lernst du jemanden kennen. Oder ein Geschäftspartner erzählt dir von einer guten Möglichkeit dein Business zu verbessern. Ohne es zu hinterfragen legst du einfach los.

Geht da noch mehr? Wenn dich deine Ziele dein Glück kosten

Genau so geht es natürlich auch im Bereich deiner Finanzen. Im Artikel für deine Bestandsaufnahme habe ich dir hierzu schon ein paar Impulese gegeben. Nur weil andere etwas tun musst du doch nicht das selbe tun. Nur weil dein Bekannter unbedingt 20.000€ Einkommen aus Investments braucht, brauchst du die auch? Du kennst doch meistens gar nicht die Hintergründe und Motivationen der Menschen. Aber selbst wenn du nicht auf Andere schaust, kann es passieren das du in die Falle der dauernden Zielanpassung gerätst. Stell dir mal eins vor. Du liest jetzt diesen Blog weil du vielleicht einfach nur eine entspannte Rente haben willst. Da hast du ja schon gelernt, dass das wirklich kein Problem darstellt. Wie genau das Schritt für Schritt geht da kommen wir später noch dazu. Jetzt denkst du vielleicht. Ok dann wären ja 2500€ zusätzliches Einkommen aus Investments in den nächsten Jahren auch gar nicht verkehrt. So kannst du nämlich deine Grundkosten und ein wenig mehr ganz entspannt decken. Bis hier hin alles fein und je nach aktueller Situation auch sehr gut machbar. Aktuell denkst du vielleicht: Ja super, wenn ich das erreicht habe, dann bin ich super zufrieden. Kann endlich all die Dinge tun die ich schon immer tun wollte. Mache meine Projekte weiter, verdiene mein Geld und wenn ich mal eine längere Auszeit brauche kann ich das jetzt ohne Probleme tun. Viel mehr brauch ich gar nicht! Was meinst du passiert jetzt, wenn du dieses Ziel jetzt in den nächsten 5 oder 10 Jahren erreichst? 

Sicher wirst du super happy in die Luft springen und dir wird ein Stein vom Herzen fallen. Jetzt kann ich all die Dinge.... Moooooooment.

Was passiert als nächstes?

Du wirst dich fragen: Mhhh... Geht da nicht vielleicht 5000€? Und der Lambo vor meinem Ferienhaus auf Ibiza ist doch sicher auch noch drin oder?

Wirst du dadurch aber glücklicher? Oder verlängerst du eigentlich nur den Weg und verkomplizierst dein Leben?

Passt du deine finanziellen Ziele zu oft an, fühlst du dich wie der Esel mit der Karotte

Versteh mich nicht falsch. Es ist nichts Verwerfliches daran, sich neue und ambitioniertere Ziele zu setzen. Im Gegenteil, wir brauchen alle etwas was uns antreibt. Ich möchte dir lediglich eins mitgeben. Einige Menschen mit denen ich gesprochen habe oder Geschichten die ich gerade von älteren Menschen immer wieder höre erzählen genau das selbe. Pass unbedingt auf dass du in all dieser Möhrenjagt (Esel – Stock – Möhre – unendliche Jagt) nicht dein Leben, deine Familie und dein eigenes Glück aus den Augen verlierst. Das ist auch das was Ferris Bueller vermutlich mit seinem Gedanken sagen wollte. Wir können alle ein schöneres Haus, ein weiteres Auto oder andere tolle Dinge haben. Können uns damit brüsten das wir jetzt 10.000€ monatlich aus unseren Investments bekommen. Aber macht uns das auch immer gleich glücklicher? Unschön wird es nämlich wenn mit diesen neu erreichten 10.000€ auch weitere Verbindlichkeiten, Komplexitäten und ganz platt gesagt „neue Kopfschmerzen“ auf uns warten. Ist es das wert? Das ist die einzige Frage die du dir in diesem Zuge stellen musst. Ich kenne genügend Investoren die 50, 100 oder 500 und mehr Immobilien haben. Oder Menschen die in Kombination mehrere Millionen Vermögen, 20.000€, 50.000€ und mehr an zusätzlichem Einkommen aus ihren Investments haben. Allerdings frage ich mich da schon auch ab und zu mal: Wofür? Wer braucht so viel Geld? Bei einigen verstehe ich, dass ihnen das „Spiel“ einfach Spaß macht. Daran ist überhaupt nichts auszusetzen. Einige dieser Personen leiden aber häufig an ihren Investitionen. Wie viel Stress sie mit ihren ganzen Projekten haben und dass sie das ganze Geld ja doch nicht glücklicher macht. Wieso denn sein eigenes Portfolio so verkomplizieren? Den „goldenen Hamsterkäfig“ nenne ich das gerne. Was bringt mir diese theoretisch totale finanzielle Freiheit, wenn ich im Leben und in dem was ich tue nicht frei und glücklich bin? Wofür würdest du dich entscheiden: sehr viel oder sogar extrem viel Vermögen und Einkommen aber dafür deutlich mehr Aufwand und sogar einen nahezu Vollzeit Tätigkeit. Oder einen Mittelweg bei dem du entspannt in 1-5h in der Woche je nach eigenen Ansprüchen dein Portfolio voll im Griff hast und dir es finanziell trotzdem super geht? Ich wüsste wofür ich mich entscheiden würde beziehungsweise habe das ja schon getan. Diese Grenzen sind natürlich fließend und von Situation nach Situation unterschiedlich. Bei mir ist es tatsächlich auch so, dass ich schon ein wenig mehr zu tun habe damit. Aber bei mir ist es auch der Fall, dass ich extrem viel Spaß bei dem Thema habe und das für mich mittlerweile ein großes Hobby ist. Für dich ist nur wichtig, es ist super möglich ein top Portfolio zu haben was entspannte Anforderungen erfüllt und dir vieles möglich macht, ohne dass du eben einen Vollzeitjob daraus machen musst. Je nachdem an welchem Punkt du gerade bist. Erinner dich gerne permanent an das kleine Mädchen oder den kleinen Jungen der du mal warst. Hast du all das gebraucht was du gerade schon hast und vor allem was du da als nächstes anstrebst? 

Finanzielle Ziele neu justieren ist ok

Es ist wie gesagt völlig ok dein Ziel neu zu justieren, wenn du nach weiterer Recherche und Umsetzung merkst: Oh cool, das ist ja einfach, da geht ja doch noch viel mehr. Diese Momente wirst du definitiv haben. Selbst wenn dir gerade selbst 2500€ zusätzlicher Cashflow in 5 oder 10 Jahren utopisch vorkommen. Mit meiner Hilfe wirst du immer weiter und konkreter merken was wirklich möglich ist. Oder besser: Möglich sein kann. Denn die Entscheidung ob ein bestimmtes Ziel erreichenswert ist, musst du treffen. Ganz allein du. Da kann und sollte weder ich noch irgendwer anders dir reinreden. Es kommt natürlich auch immer darauf an wie viel Spaß dir der Weg macht.

Wenn du merkst dass dir das ganze Thema ganz ok von der Hand geht, du es jetzt aber nicht übertreiben willst, dann ist es eben völlig ok auch sich irgendwann mit einem Stand zufrieden zu geben. Das ist ja das tolle an dem „Weniger aber Besser-Portfolio“. Du kannst selbst steuern wie viel du machen und erreichen willst. Sei einfach ehrlich zu dir wenn es darum geht neue Ziele einzustellen oder eben erstmal zu pausieren oder gar nicht anzustreben. Du fragst dich jetzt vielleicht. Was sind denn gute Methoden diese permanente Zielanpassung zu umgehen?

So setzt du finanzielle Ziele richtig

Einige Ideen habe ich im laufe dieses Abschnitts ja schon gegeben. Empfehlen kann ich dir hier, dass du einfach deine Ziele aufschreibst. Das muss kein Roma sein. Schreibe einfach das Datum auf an dem du das Ziel gesetzt hast. Das solltest du sowieso tun um es auch besser zeitlich messbar zu haben. Am besten schreibst du dann noch ein wenig Kontext zur aktuellen Situation auf. Also wie geht es dir gerade? Wofür bist du dankbar? Womit bist du glücklich? Was wäre aktuell toll wenn du es erreichen würdest und bis wann? Überlege dir gute Argumente für das Ziel. Wie du s.m.a.r.t.e und qualitativ gute Ziele setzt und diese erreichst besprechen wir im jeweiligen Artikel dann nochmal konkret. Jetzt geht es erstmal darum, dass du verstehst wie du deine Ziele so setzt, dass du glücklicher wirst und dich eben nicht in eine Dauerschleife der Zielanpassung versetzt.

Wie gesagt, natürlich passen sich Umstände an. Vieles davon sind aber selbstgemachte Faktoren. Hinterfrage einfach stetig deine „Lifestyle Upgrades“ und erhöhte Ziele. Reflektiere ganz klar ob diese von dir und aus deinem wirklich Verlangen kommen. Oder vielleicht von einer externen Person oder anderen Umständen. Wenn du bereit bist das „Mehr“ für dein neues „Level“ zu tun und es dir wert ist: Dann: Go for it!

Christian

Über den Author

Christian ist Gründer von (un)endlich wochenende und schreibt hier regelmäßig über seine Erfahrungen aus der eigenen Praxis als Unternehmer und Investor. Mehr über Christian findest du hier


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Weißt du nicht wo du starten sollst?

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