Oktober 8

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In ETF investieren? Warum dir angebliche Finanzprofis NIEMALS dazu raten werden (und du es trotzdem tun solltest)

By Christian

Oktober 8, 2020


Geregelte Finanzen - ein toller Traum, oder nicht? Für die Realisierung kannst du dich an einen Banker, an Versicherungsunternehmen oder einen Finanzdienstleister wenden. Du kannst deine Finanzen aber auch selbst in die Hand nehmen, um nicht auf die unzähligen schwarzen Schafe reinzufallen. Was du dafür tun musst und warum dir angeblich unabhängige Dienstleister niemals ETFs empfehlen, das erfährst du hier. Möchtest du sinnvoll in ETF investieren und weitere Details erfahren, dann höre doch zusätzlich zu diesem Artikel gern in die Podcast Folge zu dem Thema rein, die Folge und die Shownotes findest du hier: UW002 – Warum dir dein Banker, Versicherungsfritze oder “unabhängiger” Finanzdienstleister niemals einen ETF empfehlen wird? Informier dich!

Warum du deinen Banker und Co. hinterfragen solltest

Kennst du die persönliche Motivation deines Bankers oder nur die Version, die dir dein Banker sagt? Wohl eher Zweiteres. Genau aus diesem Grund darfst du dich nicht voll und ganz auf andere verlassen, sondern musst die Zügel selbst in die Hand nehmen. 

Finde heraus, ob ETFs für dich geeignet sein können und bereite dich selbstständig auf das nächste Gespräch vor. Nicht alle Berufsgruppen, wie Banker, Versicherungsunternehmen oder Finanzdienstleister, gehören zu den schwarzen Schafen. Dennoch ist es wichtig, bestens vorbereitet zu sein und die richtigen Fragen zu stellen. 

Was ist ein ETF? 

ETF steht für Exchange Traded Fund. Es handelt sich um einen börsengehandelten Indexfond, der eine Index-Weiterentwicklung abbildet. Bei ETFs wird 1:1 der Marktindex nachgebildet. Wie eine Aktie kannst du daher jederzeit an der Börse mit ETFs handeln. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass ETFs die Vorteile vereinen, die Fonds und auch Aktien besitzen.

Mit ETFs kannst du kostengünstig in ganzen Märkten investieren. Abgesehen von Aktien lässt sich in viele weitere Anlageklassen investieren. Durch diese Vielfalt sind ETFs bestens als ein Baustein in der privaten Geldanlage geeignet.

Insgesamt ergeben sich beim Thema ETFs folgende Vorteile:

  • kostengünstig
  • transparent
  • passives Instrument
  • wartungsarm
  • flexibel
  • liquide
  • breit diversifiziert
  • langfristig

Für wen sind ETFs geeignet?

Du brauchst keine Unsummen, um in ETFs erstmalig einzusteigen. Du kannst bereits ab 25 Euro loslegen, wobei eine höhere Investition natürlich auch mehr Rendite bedeutet. Sorge dafür, dass du das Geld mindestens fünf Jahre entbehren kannst, besser ist sogar eine längere Anlage.

Es ist zudem beruhigend für dich, wenn du nicht so oft in dein Portfolio schaust. ETFs funktionieren auch ohne dich. Merke dir stets, dass ETFs den Markt abbilden. Wenn also nicht gerade die Welt untergeht, dann wird es sich auch wieder erholen.

WICHTIG

Wenn du weißt, dass du dein ganzes oder einen großen Teil deines ETF-Geldes bald brauchst, solltest du ein paar Wochen oder Monate vorher den Markt beobachten. ETFs sind sehr langfristig und kleine Probleme gleichen sich über die Zeit hinweg wieder aus. Sorge daher dafür, dass du nicht zu einem ungünstigen Zeitpunkt aussteigst.

Fragst du dich nun auch, ob ETF für dich geeignet sind, um langfristig Vermögen aufzubauen? Du könntest deinen Banker oder Finanzprofi fragen. Das Problem ist allerdings, dass dir ETFs in der Regel NICHT geraten werden.

Doch warum? Das kläre ich nachfolgend. Nur wenn du das verstanden hast, kannst du sinnvoll in ETF investieren.

Banker, Versicherungen und Finanzdienstleister - das sind ihre wahren Ziele

Wenn wir Bankunternehmen, Versicherungsunternehmen oder Finanzdienstleister hören, sind wir schon sehr angetan. Kommen noch die Begriffe “geprüft” oder “unabhängig” dazu, ist es um unsere Gunst geschehen. Wir vertrauen. 

Doch vertrauen wir zu Recht oder treffen wir auf dem Markt nur auf schwarze Schafe, die vor allem ihre eigene Provision im Hinterkopf haben? Was ist die wahre Motivation der besagten Berufsgruppen?

WICHTIG

Natürlich sind nicht alle Makler, Banker und weiteren Dienstleister “schlecht” für dich. Ganz im Gegenteil. Sie können helfen, wenn auch DU vorbereitet bist und Bescheid weißt. Wichtig ist lediglich, dass du nicht uninformiert und blind bist, sondern auch selbst weißt, was gut und effektiv für dich ist. Kombiniert mit dem Wissen der Dienstleister ist das eine unschlagbare Waffe. So kannst auch du sehr einfach und sinnvoll in ETF investieren!

Wenn du nun hinterfragen sollst, was die Motivation deines Beraters ist, dann solltest du kein schlechtes Gewissen haben. Es ist wichtig, die Motivation eines jeden Unternehmens und auch eines jeden Dienstleisters zu hinterfragen.

  • Finanzberater (auch Bankberater): Berater im Allgemeinen erhalten meistens eine Provision für Abschlüsse. An einer Provision ist allerdings nichts Schlechtes.
  • Versicherungen: Hier ist es etwas schwieriger, da die Berater über Beiträge der Kunden bezahlt werden. Zum Teil sind das keine kleinen Summen, eventuell ist es gerechtfertigt, aber an dieser Stelle gebe ich keine Wertung ab.
  • Eher unbekannte Makler: Gelangst du allerdings an einen Makler, der selbst wenig Erfahrung oder Wissen vorweist, dann könntest du deine gesamte Recherche auch alleine übernehmen. In der Regel bieten diese Dienstleister kaum mehr Leistung als selbst recherchierbare Informationen über Tools und Webseiten.

Doch merke dir: Provision ist im Grunde genommen nichts Schlechtes. Es ist eine Form der Bezahlung. Auch in anderen Geschäftsfeldern werden Provisionen bezahlt, beispielsweise für Autoverkäufer oder für den Vertrieb.

Warum also spricht ein Finanzprofi nie von ETFs?

Ich habe dir oben verraten, dass ETFs gut für dich sein können. Dennoch verraten wir Banker und Co. diese Tatsache nur selten. Warum? 

Ein ETF bietet für Berater kaum Provision, da er auch kaum Kosten verursacht. Versicherungsvermittler und andere Berufsgruppen verdienen mit ETFs daher kaum oder wenig Geld, sodass eine Empfehlung für sie nicht gerade interessant ist. 

Willst du nun also sinnvoll in ETF investieren, dann solltest du dich zumindest mal selbst mit dem Thema kurz befassen, dafür musst du kein Vollzeit Investor werden und auch nicht Finanzmathematik studiert haben!

Was macht einen guten Berater aus?

Obwohl viele Banker für Provisionen und Versicherungsberater für Beträge arbeiten, gibt es natürlich auch gute Dienstleister. Wie du diesen erkennst? Ganz einfach: an der Transparenz. Stelle deinem Berater möglichst kritische Fragen, für die Offenheit gefordert ist.

  • Welches Finanzmittel ist für mich geeignet?
  • Warum ist genau dieses Finanzmittel für mich geeignet?
  • Warum ist dieses eine Mittel nicht geeignet?

Ein guter Berater wird dir auf diese drei Fragen sachliche Antworten geben können. Zum einen werden konkrete Fragen gestellt, die sich an deine Situation anpassen. Zweitens erhältst du eine Empfehlung für bestimmte Optionen. Hinterfrage aber unbedingt, warum dein Berater für diese Option eine Empfehlung ausgesprochen hat und für andere Möglichkeiten nicht? Hier liegt der Schlüssel, denn dadurch findest du heraus, ob es aus ehrlichen und fairen Absichten oder aus Provisionsgründen empfohlen wurde.

Abgesehen davon solltest du einem Berater auch folgende oder ähnliche Fragen stellen:

  • Welche Kosten kommen auf mich zu?
  • In welche Kategorien fallen die Kosten? 
  • Wie viel Prozent meiner Beiträge fallen tatsächlich in die Leistung?
  • Gibt es eine transparente Aufstellung des Unternehmens, wie Beiträge auch innerhalb der Firma verteilt werden?

Gerade die letzten zwei Fragen sind etwas kritisch und werden ungern beantwortet. Ein guter Berater wird aber so transparent und offen sein, wie es ihm innerhalb seines Unternehmens möglich ist. An der Reaktion erkennst du auch, was die Person dir gegenüber von seinem eigenen Betrieb hält.

Es gibt Firmen, deren Chefetage mehr oder weniger hohe Gehälter auszahlt, Stichwort Management-Gebühr. Es ist daher durchaus sinnvoll, auch die Kostenstrukturen einzelner Gesellschaften zu vergleichen. Was bekomme ich wo und wie genau teilen sich die Beiträge auf? Gerade bei langlaufenden Produkten können kleine Abweichungen große Unterschiede ausmachen.

Fazit: Nimm deine Grundinvestments in die Hand und sorge vor!

ETFs können für dich eine gute Möglichkeit sein, damit du deine Ziele realisierst und Vermögen aufbauen kannst. Zeit sparen, Geld sparen und auch endlich mit dem Investieren starten. Gib nicht alle deine Finanzen in fremde Hände, sondern verstehe immer, was bei einem Termin für eine Finanzberatung passiert und was das Thema ist. Du solltest dich selbst informieren und stets über den Markt Bescheid wissen, in dem du dich bewegst. Nur durch kritische Rückfragen, eigenes Wissen und Transparenz deines Beraters kannst du langfristig deine Ziele erreichen.

Möchtest du zu dem Thema noch ausführlicher etwas erklärt erfahren, um dann selbstständig sinnvoll in ETF investieren zu können? Dann hör dir doch auch die Podcast Folge dazu an: UW002 – Warum dir dein Banker, Versicherungsfritze oder “unabhängiger” Finanzdienstleister niemals einen ETF empfehlen wird? Informier dich!

Photo by Jungwoo Hong on Unsplash

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Christian

Über den Author

Christian ist Gründer von (un)endlich wochenende und schreibt hier regelmäßig über seine Erfahrungen aus der eigenen Praxis als Unternehmer und Investor. Mehr über Christian findest du hier


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